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Unternehmensgeschichte

Die SEPA-Story - vom Ingenieurbüro zum europäischen Lösungsanbieter für die Elektronikkühlung

Es ist das Jahr 1990, St. Georgen im Schwarzwald, und die wirtschaftliche Lage ist schlecht. Der Arbeitgeber steckt in finanziellen Schwierigkeiten, die Schließung seiner Entwicklungsabteilung droht.  Das will Heinrich Cap nicht abwarten, er kündigt und machte sich mit seinem Ingenieurbüro selbstständig. „Ich hatte viele Ideen und ich wollte mein Wissen und meine Erfahrungen nicht ungenutzt lassen“, erinnert er sich.

Die ersten Jahre sind hart. Europa wird durch Wirtschaftskrisen erschüttert. Kunden zu finden ist schwierig. Doch der Elektronikingenieur Heinrich Cap hat gute Kontakte nach Japan und die Kollegen dort sind offen und kooperativ. So entsteht eine enge und erfolgreiche Partnerschaft, die bis heute Bestand hat. Nippon Keiki Works Ltd. ist gleichzeitig Hersteller der SEPA-Lüfter und Entwicklungspartner, mit dem auf das Engste zusammengearbeitet wird. Mehrere gemeinsame Patente sind aus dieser Zusammenarbeit entstanden. Die herausragenden Eigenschaften der Produkte, Silent, Efficient, Powerful, Advanced werden als Akronym zum Firmennamen. SEPA wird im Jahr 1998 erfolgreich als Marke eingetragen.

Indessen geht es wirtschaftlich langsam aufwärts. Das erste Produkt ist ein SEPA MF40B12 Lüfter in einem Kühlkörper für CPUs. Auch größere Aufträge kommen - vom österreichischen Automobilzulieferer AVL und von Siemens Regensburg. Der Automotivbereich ist einige Jahre lang ein wichtiges Segment, wird dann aber zurückgefahren, weil wir nicht in eine Abhängigkeit geraten wollten, blickt Heinrich Cap zurück.

Derweil führt der wirtschaftliche Erfolg schnell zur Raumnot und weil im Schwarzwaldort St. Georgen keine geeigneten Gewerbeflächen zu finden sind, erfolgt im Jahr 2000 die Übersiedelung in die Metropole Freiburg. Nun kann die Expansion richtig Fahrt aufnehmen: 2004 wird die Vertretung für Frankreich eröffnet. Zügig folgen Repräsentanzen in Österreich, der Schweiz und mehreren osteuropäischen Ländern – SEPA hat die regionalen Grenzen hinter sich gelassen und ist jetzt SEPA EUROPE.

 

Schon früh wird die Beratertätigkeit intensiviert und Kunden können individuelle Lösungen für spezielle Kühlaufgaben von SEPA erhalten. Auch das Produktangebot wird beharrlich ausgebaut: bereits 1995 werden weitere Lüftermarken sowie Lüfterzubehör ins Vertriebsprogramm aufgenommen. Staub- und EMV-Filter sowie AC-Anschlusskabel und ADC-Lüfter folgen. Der bisherige Innovationshöhepunkt wird mit dem SEPA RaAxial Microlüfter, einer Kombination aus Radial- und Axiallüfter, erreicht. Die Weltneuheit wird erstmals im Jahr 2019 präsentiert.

Seit 2004 werden die Geschicke der SEPA EUROPE GmbH nicht mehr allein vom Firmengründer Heinrich Cap gelenkt. Sohn Robert Cap tritt ins Unternehmen ein und wird 2011 zum weiteren Geschäftsführer und Nachfolger bestellt.

Durch das permanent steigende Produktangebot und die vielfältigen Dienstleistungen, beschleunigt sich das Firmenwachstum weiter, mit der Folge, dass die Raumsituation am Standort Freiburg immer beengter und die Notwendigkeit zur neuerlichen Vergrößerung unausweichlich wird. 2014 erfolgt die Grundsteinlegung für den Bau eines neuen Büro- und Logistikgebäudes. Ein Jahr später, passgenau zum 25-jährigen Firmenjubiläum, folgt dann der Umzug in den Gewerbepark Breisgau nach Eschbach. Hier sind ausreichend Erweiterungsreserven vorhanden, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein.

Das neue große Firmengebäude bietet allein durch die Verdopplung der Lagerkapazität mehr Möglichkeiten für SEPA EUROPE. Durch die optimierten Abläufe im Lager ist der Warenimport und Versand jetzt deutlich effektiver und SEPA EUROPE kann seinen Kunden Sicherheitsläger anbieten.

Ein weiterer Pluspunkt ist der vergrößerte und neu ausgestattete Laborbereich. Mit besseren Diagnosemöglichkeiten kann SEPA EUROPE jetzt adäquat auf Kundenanfragen reagieren. Sei es in der Unterstützung und Vermessung für die Projektierung neuer Lüfter-/Kühlkörper-Anwendungen oder aber auch für die Qualitätskontrolle einiger Leistungsdaten.

Im Jahr 2018 ist SEPA EUROPE weiterhin auf Wachstumskurs und baut auch den Bereich der Konfektionierung erheblich aus. Dadurch können mittlerweile einige der gängigen Steckerverbindungen im Haus mit den Lüftern zu einer anschlussfertigen Lösung für den Kunden ergänzt werden. Genau diese In-House-Lösung ist ausschlaggebend für eine flexible Reaktion auf Kundenanfragen, die auch eine kleine Auflage anschlussfertiger Produkte möglich macht.

Die weitreichend modernisierte Digitalisierung in den letzten 5 Jahren rundet die letzten Neuerungen bei SEPA EUROPE ab. Die Entscheidung diesen Bereich nicht zu vergessen, hat sich im Jubiläumsjahr 2020 als mehr als nur richtig erwiesen.

Robert Cap blickt abschließend auf die Zukunft: „Wir sind eine tolle Mannschaft, haben uns in den letzten Jahren beachtlich weiterentwickelt und ich freue mich auf die nächsten Jahre, auch wenn die Wirtschaft momentan mit neuen, harten Problemen zu kämpfen hat.“

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